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2011/11/11 - Rundbrief

Verletzt?

Verletzt? Und nun?

Herzlich willkommen zum Tri-Strides Rundbrief.
Heute schreibe ich vom allerersten Anfang der neuen Trainings-Saison. Ich hatte eine gute trainingsfreie Zeit, und wie immer habe ich mir wieder ein kleines Wehwehchen zugezogen - letztes Jahr war es mein Nacken, der vom vielen auf die zu backenden Weihnachtsplätzchen Schauen wehtat, dieses Jahr muß ich falsch gelegen haben und mir eine Schulter verrenkt haben. Aber damit kann ich umgehen - es stört mich nicht beim Schwimmen, weil ich da doch andere Muskeln benutze. Normalerweise geht sowas weg, sobald ich wieder mit dem Training anfange.
Jetzt habe ich also wieder mit dem Trainieren angefangen und das erste was ich machte, war, mir eine richtige Verletzung zuzuziehen: ein verknackster Knöchel. Habe ich noch nie gehabt - meine Mutter holte sich immer einen solchen beim Wandern und ich war immer froh gewesen nicht dafür anfällig zu sein.
Das Lauf ABC und die darin verlangten Seitenhopser waren dann in Kombination mit dem Straßenrand zuviel.
Nachdem es passiert war ging ich erstmal für ein paar hundert Meter, konnte dann aber wieder fast schmerzfrei laufen, sogar noch auf mein CompuTrainer-Rad springen und dort noch ein wenig radeln - aber dann tat's richtig weh. Mein Lieblings-Buch über Verletzungsvermeidung und -behandlung ('The Runner's Repair Manual' von Weisenfeld) sagt allerdings, daß man sofort aufhören soll, den Knöchel zu belasten. Das hbe ich allerdings erst nachher gelesen. Uff!
Also entschied ich mich, die PECH-Regel einzuhalten: Pause, Eis, Compression und Hochlegen. Eis immer 10 Minuten, dann Pause, dann wieder 10 Minuten usw. Das ging dann den ganzen Tag so weiter und am Abend konnte ich wieder unsere Treppe hoch und runterlaufen mit nur ein bisschen Humpeln. Ich habe mir dann sogar einen höheren Stuhl geschnappt, ihn in die Küche gestellt und meinen Fuß mit etas Eis draufgelegt, damit ich weiter backen konnte. Ich hatte auch gelesen, dass manchmal die Schwellung zu Knochenbrüchen führt, aber am Abend war mein Fuß glücklicherweise kaum geschwollen. Drei Tage später war ich wieder auf dem Moutain bike und heute, eine Woche und drei Tage später bin ich 10k gerannt und habe den zehnten Platz in meiner Altersgruppe geholt. Ein bisschen Kinesio-Tape habe ich mir um die Ferse geklebt, und alles ging gut. Aber in der Zwischenzeit - bis heute - habe ich wirklich pausiert - was mir echt schwerfiel - ich habe normal nicht viel Geduld mit mir selbst (nur mit anderen Menschen)
Also: Für Euch alle da draußen: Behandelt Eure Verletzungen so früh wie möglich, dann lassen sie Euch auch bald wieder in Ruhe :)

Fröhliches Training - und bis zum nächsten Mal!

Grüße vom Schreibtisch Deines Coach's
Dr. Sylvia Zinser
USAT und USA Cycling Certified coach