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Ironman Kopenhagen, erster Teil: Schwimmen und Wechsel zum Rad

Canoniers3588Die Startkanone ging los und ab ging's ins kalte Nass - jedenfalls fuer die Pros, dann fuer die Maenner ab 50.  18 Grad sollten es sein, laut Kampfrichter, aber es war so kalt, dass meine Stirn erstmal ein paar Minuten zum Eis-Schock-Vertragen brauchte. Nee. Ich brauche keine Ice Bucket Challenge. Ich mach Triathlon. Aber ich hatte noch ein paar Minuten

Um 7:15 durften wir Frauen dann auch endlich rein. Das heisst aber auch, dass dies der Triathlon ist (Langdistanz), der von denen, die ich gemacht habe, die kuezeste Maximalzeit fuer mich hatte. Maximal durfte ich 15h und 45 Minuten benoetigen, um die 3.8km Schwimmen, 180km Radeln und die 42.2km Laufen zu absolvieren. Das hatte ich von meinen sechs vorangegangenen Ironman-Rennen dreimal geschafft und dreimal nicht. Kein Wunder, dass ich doch ein wenig nervoes war.

Ein bisschen...

Jedenfalls war die Waschmaschine im Kalten Wasser wir gewohnt, ich schluckte auch nur die halbe Ostsee runter, nihct die ganze und ignorierte die Quallen-Proteinquelle. Waschmaschine3594

Navigation in einer derart flachen Umgebung hat es in sich. Waehrend ich am Anfang noch die Bruecke fuer den ersten Wendepunkt anpeilen konnte, waren so wenige hochliegende Markierungen in der Richtung des zweiten Wendepunktes zu sehen, dass ein bisschen Zickzack in meiner Route inclusive war. Nach der Bruecke, die zum zweiten Wendepunkt fuehrte, ging es nochmal um die Kurve und dann ins Ziel. Nett, dass sie die relevanten Bruecken mit km-Angaben markiert hatten.

Hin und wieder holte mich eine nachfolgende Startgruppe ein, und die Waschmaschine wurde re-aktiviert. Aber alles war im gruenen Bereich, ich musste noch nichtmal meine Schwimmbrille ausspuelen. Spucke als Antibeschlag laesst sich nicht ersetzen und brennt auch nicht in den Augen.

Irgendwo sammelte ich mir eine Beule ein, wie ich spaeter (2 Tage spaeter) merkte, aber das vergass ich im Eifer des Gefechts.

Und dann. Letzte Kurve gekriegt Raus aus dem kalten Nass und umgezogen - genut des Schwimmens. Ich nahm also meinen Beutel, verschwand ins Zelt und merkte dort, dass meine uebliche Strategie des Beutel-auf-dem-Boden-Ausleerens diesmal nicht anwendbar war. Alles war patschenass. Also wuehlte ich im Beutel, vergass deshalb fast meine Startnummer in selbigem, wuehlte noch ein bisschen mehr, zog eine Weste gegen den Wind an plus Aermel, trat in meine Schuhe, zog Helm und Sonnenbrille auf und ab ging's zum Rad. Der Wechsel hat viel zu lange gedauert, aber frieren wollte ich auch nicht.

Und weiter geht's im naechsten Teil ;-)

3622 enough swimming