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Ironman Kopenhagen - Nullter Teil - Ankommen

Rennbericht

Erstmalig: Familie Zinser mietet ein Wohnmobil in Deutschland.

Erstmalig: Ein Rennen, wo vorher und nachher Zeit ist, die Gegend zu erkunden.

Erstmalig: Ein Rennen mit angekuendigten Regenfaellen und Niedrigtemperaturen.

Ironman Kopenhagen - ausverkauft in wenigen Stunden oder Tagen war das schon als Challenge ein beliebtes Rennen. Am 24. August war's dann so weit.

Aber erstmal mussten wir hinkommen. Wir hatten ein Wohnmobil fuer fuenf gebucht, so dass die ganze Familie zusammen Urlaub machen konnte, und planten knapp zwei Wochen Kopenhagen ein, danach einen Ausflug zum Legoland und dann nach Hamburg in den Zoo. Anschliessend war noch Koeln (Cologne Triathlon Weekend) geplant, das dann aber ohne die Jungs, weil bis dahin die Schule wieder angefangen hat. Doof, wenn ich andere Ferien als meine Kinder habe.

Also. Montag abend holten wir das Fahrzeug ab. Und - anders als in unserem vor drei Jahren in den USA gemietetem Vehikel war nichts drin. Gar nichts. Keine Teller, kein Bettzeug, noch nicht mal der Schlauch fuer's Abwasser. Also entleerten wir unsere Kueche, ich hatte Ikea-Geschirr extra fuer diese Gelegenheit gekauft, und Bestecke kamen noch dazu - und jeder griff nach seiner Bettdecke plus Laken und dann konnte es losgehen. Der kuehlschrank wurde noch kurz gefuellt und wir fuehren von den neun Stunden (laut googlemaps) so viele ab, wie wir Lust hatten und uebernachteten dann auf einem Parkplatz. Wofuer hat man denn ein Wohnmobil. Aber - oops - Strom gab es ja gar nicht. Es ist nicht vorgesehen, die paar installierten Steckdosen zu benutzen, zum Beispiel, um Wasser zu kochen. Noch nicht mal zum Handyladen taugten die. Natuerlich geschickt, wenn die Zigarettenanzuender-Steckdose bei abgeschalteter Zuendung auch nicht tut. Die Loesung: Zuendung anlassen oder keinen Strom benutzen. Wir entschieden uns fuer nummer zwei. Immerhin ging die Wasserpumpe und man konnte spuelen.

Wir holten uns an einer Raststaette jeder ein heisses Getraenk und ab ging's weiter Richtung Daenemark.

Auf der Faehre verputzten wir mitgebrachten Kuchen und liessen die Haare im Wind fliegen. Kurz vor Kopenhagen uebernachteten wir auf einem Platz in Faxe - richtig schoen angelegt, sauber, gute Duschen, schoene Landschaft - direkt an der Kueste.

Dann, am naechsten Tag ging's weiter nach Kopenhagen, wo wir das Fort Charlottenlund anfuhren, welches sich in einer Kriegs-Befestigung (noch sichtbare Kanonen und Bunker - alles auf einer Insel) fuer Kopenhagen befindet.CharlottenlundCampingplatz

Jeder von uns bekam eine Karte, womit Duschen und Waschen abgerechnet wurde - auch Broetchen konnte man holen.

Angekommen fuhren wir mittels oeffentlichem Verkerswegenetz in die Stadt. Beeindruckend. Breite Waggons mit Fahrradstaendern. Eingebaut. Nicht das Gedraenge, wie bei der S-Bahn. Richtig gut konzeptioniert. Und in Kopenhagen fahert jeder Fahrrad.

Wir bummelten ein bisschen durch die Stadt, schauten uns das Aquarium 'den blaa planet' an, und am Donnerstag holte ich meine Unterlagen ab und hoerte mir das Athlete's briefing an. Auf unserme Campingplatz hatten sich inzwischen noch weitere Triathleten gesammelt - zu erkennen an dern Raedern, an der eigenwilligen Kost usw. Mit R. - einer von ihnen - fuhr ich dann auch am Samstag durch die Stadt, um am AmagerStrand das Rad einzuchecken. Martin fuhr derzeit mit meinen Wechselbeuteln mit der Bahn hinterher. Natuerlich ging mir noch das Gummi von einer meiner Look-Cleats ab, so dass das Einklicken schwierig wurde. ICh machte es ganz ab und da das Klicken dann ging, aenderte ich gar nichts weiter. 

R., seine Frau H. und P., ein anerer Triathlet auf dem Platz hatten uns vorne bei der Rezeption des Campingplatzes getroffen, um den S-Bahn-Fahrplan fuer den Renn-Morgen zu erkunden. Die Option war, um 4:30 mit dem Bus abfahren, oder um 4:00 loszulaufen um dann S-Bahn zu fahren, und wir entschieden uns fuer weder-noch sondern baten die freundliche Rezeptionistin, ein Taxi zu buchen. Beim dritten Taxiunternehmen ging das auch. Damit mussten wir erst um 5:00 los.

Und so kam das Taxi - puenktlich wie die Maurer - am Sonntag um 5:00h an, transportierte uns zum  Start-Areal, ich flocht mir einen Zopf (sonst verfilzt immer alles) und machte mich rennbereit.

Auf dem Rad: etliche gu-Packen, ein Oat-King-Bar, ein Cliff-Bar, eine Flasche Iso, eine Flasche Wasser, und meine Geheimwaffe - ein Erdnussbutter-Marmeladenbroetchen. 

Ich sah noch den Sonnenaufgang ueber der Wechselzone.

WechselzoneVorm Rennen

und dann ging's los.

Und weiter geht's im naechsten Teil