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Challenge Kraichgau - Das Rennen

Fruehmorgens um 6h standen wir auf, fruehstueckten, pumpten und packten Martins Rad, kochten jede Menge Kaffee fuer meine Kampfrichterkollegen, fuellten diverse Rad-Flaschen und los ging's.  Die ganze Woche vorher hatte die Wassertemperatur entlang der Neopren-Unzulaessigkeitsgrenze von 24 Grad geschrappt, also war die ganze Triathlon-Gemeinschaft furchtbar neugierig, ob es jetzt erlaubt war oder nicht. Laut Messung waren es aber 21.xx Grad und der Neo wurde zugelassen. Meine Kiste Kaffee/Tee wurde ich schnell los, Martin checkte sein Fahrrad ein, ich schob die Trinkflasche in den Halter und eigentlich konnte es jetzt losgehen. Aber Zinsers sind ja immer sehr frueh dran (keiner mag last-minute- Verkehrsstaus) - es ging noch 1.5h bis wir starten durften - d.h. meine Startgruppe. Martin hatte noch mehr Zeit und dann noch die Zeit, die sein Staffelschwimmer brauchte, um die 1.9km zurueckzulegen. Wir konnten also in Ruhe die Sachen sortieren, die trockenen Klamotten weggeben, die Dixis aufsuchen, die ersten beiden - kanonengestarteten - Gruppen wegschwimmen sehen, bis ich dann auch endlich ins Wasser durfte. Navigation war ok, bis zur zweiten Boje, dann kaempfte ich ein wenig mit Stroemung und spaeter mit der Sonne, die genau hinter einer Boje stand so dass diese fast unsichtbar wurde. Also 100m Extra geschwommen. Besser als 100m zuwenig und disqualifiziert ;-) Hinaus, Neo ausgezogen, Radschuhe an, Notfallsocken ignoriert, und los ging's

Der Kraichgau ist das Land der 1000 Huegel und der Radkurs gibt das durchaus her. Es geht meistens hoch oder runter, und nur selten geradeaus. Die ersten 6km waren eben und am Ende derer - an der Ampelkreuzung in Kronau- standen unsere Jungs zum Anfeuern. Und weiter. Oestringen, Schindelberg, denselben wieder runter, Odenheim usw. Viele bunte Huegel, aber immerhin fand ich ein zwei mal die Zeit, mal in die wunderschoene Huegel- und Wiesenlandschaft zu schauen.

Der Wind war richtig fies. Wenn man bergab noch treten muss, ist der Wind zu stark. Naja, ich hoffte auf den rueckweg mit Rueckenwind, aber irgendwie kam er immer von vorne oder der Seite. Also, ganz un-anstrengend war's nicht, zumal ich ja nicht auf einem aero-faehigen Fahrrad unterwegs war. Huegel nach Huegel ging's hoch und runter, der Kurs orientierte sich daran. Die Anwohner waren draussen, anfeuernd, in manchen Orten war eine Mords-Stimmung mit Volksfestcharakter und in Gochsheim den Berg hochzufahren hat schon was.

Dann kam ein letztes, halbwegs flaches Stueck nach Mingolsheim. Martin holte mich irgendwo dort ein, seine Staffel hatte ja 45min spaeter ihren Start gehabt. Ab ging es Richtung Wechselzone. Laufen auf den Radschuhen war gemein - meine Oberschenkel krampften ein, weil ich zu wenig Wechseltraining intus hatte (weiss jetzt, was ich noch fuer Kopenhagen machen muss...) Die tieferliegende Ferse in den Radschuhen half hier nicht wirklcih. Sobald ich aber die Laufschuhe anhatte, und nach ein paar "Ferse-an-den-Po-Schritten war's ok, Ein Halbmarathon ging noch, allerdings kamen einige Gehpausen dazwische, weil entweder mein Ruecken wehtat oder mir leicht schlecht wurde und ihc ungerne, wie so viele, am Wegesrand zuvor eingenommene Nahrung wieder loswerden wollte. Drei Runden mit jeder Menge Zuschauern und jeder Menge Anfeuerungsrufen und dann hatte ich endlich genuegend km gesammelt, um in's Ziel laufen zu duerfen. Yeah!!!

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Schoene Medallien, eine gut ausgestattete post-race-party, Kinder, die die Kuchenstuecke und Melonen zu den athleten brachten, gute Stimmung!