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Challenge Kraichgau 2014

Rennbericht der Challenge Kraichgau

Das zweite Mal war ich angemeldet zur Challenge, und wigentlich - vor zwei Wochen - war ich gar nicht so sicher, ob ich antreten wuerde. Oder, ob ich den Start entweder abblasen oder auf niedrigem Niveau starten wuerde (nach dem Motto - ich lauf soweit wie's halt geht). Den ganzen Winter und das Fruehjahr hinweg habe ich mich mit einem Bandscheibenvorfall plus ISG-Blockade rumgeschlagen und Radfahren ging eigentlich fast gar nicht. Es half nicht, dass ich staendig nach Wiesbaden musste (je 1.5h Fahrt ein Weg), um Angelegenheiten meines neulich ploetzlich  verstorbenen Vaters zu regeln. Es half auch nicht, dass mein Stundenplan so komisch ist, dass es kaum Zeit fuer lange Trainingseinheiten gab. Und lauter Arztbesuche schienen mir auch wichtiger, als brute force zu trainieren - also wusste ich nicht wirklich, ob's mit dem Start klappen wuerde.  Da bei Challenge-Rennen das spaete Aussteigen nicht wirklich moeglich ist (jedenfalls nicht mit Rueckzahlung oder Verlegung des Rennens), hatte ich einfach entschieden, abzuwarten und zu schauen, ob es noch klappt.

Dank Osteopathie plus Chiropraktik sah ich mich aber vor zwei Wochen in der Lage, schmerzfrei bis schmerzarm zu radeln. Martin und ich machten noch eine 110km RTF und auch das ging gut ab. Allerdings fehlten mir saemtliche Wechsel-Work-outs, und einiges an Radtraining, um anzutreten. Trotzdem - die Sache wurde realistisch.

Also ging ich am Freitag nach ausfuehrlichem Fruehstueck und Studium des Athlete's Guides daran, meine Startunterladen abzuholen. Bei der Gelegenheit schlenderte ich natuerlich auch noch ueber die Renn-Ausstellung, erfreute mich am leicht angespannten Klima, hoffte, dass es bis Sonntag noch abkuehlte, und traf auch noch eine Nachbarin, die fuer unsere Gemeinde, Kronau, als Staffel-Laeuferin an den Start ging. Mit ihr war ich den Kurs auch schon abgelaufen vorher. Ueberhaupt - so oft vor einem Rennen bin ich einen Rennkurs noch nie gelaufen. Das war meine regulaere Trainngsstrecke, weil man von daheim aus hinlaufen kann - das sind hin plus zurueck 5km, und dann sich an den Runden erfreuen kann.

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Nach dem Abholen der Unterlagen fing ich an, alles zusammenzupacken. Ich habe ja seit langem auf meiner Webseite eine Checkliste bereitgestellt, auf der alles ausser Sport-BH drauf ist. Die (zu finden auf http://www.tri-strides.com/mentoring/training/triliste )

drucke ich  mir jedes Jahr einmal aus und sie begleitet mich ueber die Saison. Zum Packen musste der Wohnzimmer-Fussboden herhalten, weil man gerade bei einem Beutelrennen (Challenge, Ironman) sonst ganz leicht die Uebersicht verliert.

Am Samstag war dann der Rad-Checkin geplant. Ein bisschen unsicher war ich, weil ich ja mein B2-Rad (Nicht mein Tri-spezifisches Bee-Bike) einchecken wollte. B2 ist ein umgebautes Cross-Rad, mit Extra Bremsen oben auf dem Lenker und durch duenne Reifen Renn-tauglich gemacht. Ich habe fast nur darauf trainiert, um meinen Ruecken zu schonen (das ist das Rad, was ich letztes Jahr selbst zusammengebaut hatte, nur um zu lernen, wie man sowas macht und um ein bisschen unabhaengiger von den Profi-Mechanikern zu werden.) Ich hatte also meine Extra-Bremsen noch umgestellt, so dass sie nach unten und ein bisschen nach hinten stehen, weil die Triathlon Sportordnung das so vorschreibt. Kampfrichter zu sein hilft manchmal, dann weiss man auch, wo man sowas nachschlaegt...)

Ansonsten hatte ich am Samstag noch American Chocolate Chip cookies gebacken - mit beiden Logos, Ironman und Challenge versehen, um sie dem DLRG fuer den Kuchenverkauf zu geben. Je mehr Vereine je mehr Verpflichtungen, aber eigentlich machte mir das kreative Backen auch Spass... Zumal das Erfolgserlebnis umso groesser ist, wenn man mit vorher zerrupfender Marzipanschicht kaempft, nur um dann nachher eine Alternativ-Loesung zu finden und doch ganz ansehnliche Plaetzchen produziert zu haben.

Nach Abgabe der Plaetzchen liefen Martin, der mitgekommen war, obwohl sein Staffel-Schwimmer die Unterlagen ja schon abgeholt hatte, und ich noch ein bisschen ueber die Ausstellung. Dann gibg's ab auf's frisch gemaehte Park-Feld in Ubstadt-Weiher. Ab in den Sandsturm der vorausfahrenden Fahrzeuge... Es hat nicht viel geregnet in letzter Zeit - der Boden hier ist sandig - also wirbelte jedes Fahrzeut eine Menge auf... Ich checkte mein Rad ein, Martin durfte noch nicht, weil das erst am Sonntag moeglich war fuer Staffel-Teilnehmer.

Anschliessend fuhren wir heim, machten unser eigenes Pasta-Dinner mit den Jungs zusammen und fuhren dann nochmal in die Sandwueste, um uns mit Freunden zu treffen vor dem Rennen (auch teilnehmend) und um der Tria-Bundesliga zuzuschauen, ein Triathlon der Jedermanndistanz, zu der die Veranstalter etliche "grosskopfete" Triathleten hatten organisieren koennen.  (Nachtrag - habe zwar immer noch nicht die Regeln dazu, aber es ist eher ein Liga-Teamwettkampf. Hatte ich falsch verstanden) Interessant: wenn die laufen hoert man gar nichts!

Anschliessend ging's heim und ab in die Heia.

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Fortsetzung folgt...