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Gespensterschwimmen in Heilbronn

Report City Triathlon Heilbronn

mitteninderstadt hat sich Heilbronn fuer ihren Triathlon auf die Fahnen geschrieben. Und mitten in der Stadt findet er auch statt - keine 200m von der Fussgaengerzone ist der Start, direkt am Neckar ist die Wechselzone und man laeuft nachher einmal durch die Innenstadt. Oder zweimal. Oder dreimal. Ich war nicht fuer die verrueckte Mitteldistanz (1.9-70-15) angemeldet sondern zur olympischen (1.5-46-10). Schliesslich ist die Challenge ja erst zwei Wochen her, und da war dann noch das Radcamp und - naja, man kann ja uebertreiben.

In Heilbronn war Martin als Kampfrichter eingesetzt, also mussten wir um kurz vor 7 anwesend sein. Nachteil: frueh aufstehen und das mit dem Fruehstuecken ist dann ungeschickt fuer einen 11:00h+ Start.Vorteil - Super-Parkplatz.

Waehrend Martin mit den Kollegen KaRi palaverte und den Einsatz plante machte ich mich auf die Socken zur Startunterlagenausgabe. Dang- ich hatte nicht meinen privaten Chip angemeldet, also musste ich 30 Euro Kaution - davon 5 Euro Miete zahlen. Doof aber auch. Dann beklebte ich Helm, Rad, und Kleiderbeutel mit meiner Rennnummer und checkte das Fahrrad ein. Wechselzone Aufsetzen und Rucksack ans Auto zurueck bringen - bis 8:00 war ich fertig. Irgendwer erzaehlte, sie wuerde sich jetzt eine Brezel zum Fruehstueck holen - und den Gedanke fand ich klasse - ab zum Brezelstand. Dann ueber die Tri-Messe. Peter und Anja kamen mir entgegen, also zockelten wir zusammen los, schickten die Vereinskollegen auf den Weg, feuerten ein bisschen an, feuerten mehr an, als ein junger Mann seine Freundin/Frau mit Kuss auf die Radstrecke verabschiedete, und machten uns langsam auf den Weg zu unserem Start. 

Schwimmen im Neckar. Truebe sah';s von oben aus aus, truebe war es dann auch. Aber solchen Unsinn bin ich ja von Kind auf gewoehnt, ich fand aber das Vorbeihuschen der kalkweissen, in schwarzes, enges Neopren gehuellten Gliedmassen durch mein Sichtfeld etwas gespenstisch. Nicht wirklich, aber irgendwie schon. Meine neuen 'schwimm-ueber-beengende Beine-drueber'-skills habe ich auch einmal anwenden muessen - danach war der Weg frei. Verschwimmen ging gar nicht - die Strecke war hin und zurueck, jeweils mit Blickfeld ans Ufer. Fuer mich jedenfalls als linksatmendes Wesen.

Dann durch die km-lange Wechselzone - oh ja, mein Rad stand fast am Ausgang. Also keine Experimente mit dranmontierten Schuhen. Und dann - Huegel nach Berg nach Huegel nach Berg - usw. Einen Sani-Wagen samt auf der Seite liegendem Rad habe ich gesehen - ich hoffe niemanden ist ernsthaft etwas passiert. Noch mehr Huegel. Noch mehr Berge. 46 km davon (so ca), im Wind, mit deep dish Raedern, die da richtig heftig drauf reagierten. Dann ging's zurueck an den Staender. Ab laufen - neben einem aus L.A.stammenden Sportler hergelaufen - wir hatten das selbe Tempo, niur war er mit seiner Mitteldistanz fertig, waehrend ich noch eine Runde hatte, also schickte ich ihn zum Endspurt ins Ziel. Nochne Runde laufen, dann durfte ich auch. Ergebnis: 11/17 in meiner Altersklasse - vielleicht sollte ich oefters olympisch machen - da haenge ich nicht ganz so am Ende des Feldes rum...

Schoen organisiertes Rennen! Ich nahm mein finisher-shirt in Empfang, schwaetzte mit einigen bekannten und nicht bekannten Sportlern, vernichtete kleine Unmengen an Wassermelone und alk-freien Bier, und dann checkte ich das Rad aus. Martin war auch fast fertig, also konnte es im wesentlichen los gehen - nach Hause.