You are here: Home / Blog / 2013 / Cologne Triathlon Weekend

Cologne Triathlon Weekend

Wieder ein sportlastiges Wochenende - und der letzte Triathlon dieses Jahres. Manchmal moechte man doch in Gegenden wie Florida wohnen, wo man das Jahr ueber an Rennen teilnehmen kann. Aber gut. Etwas Pause braucht der Mensch. Und wohl auch ich - auch wenn sich mir in fast jeder Off-season irgendwas verletzt - der Nacken beim Plaetzchenbacken,  der Ischias einfach so mal - usw.

Aber - noch sind wir nicht bei der Off-season und so waren wir, d.h. mein Lieblings-Cheer-Team und ich, mal wieder in Koeln. Mein Juengster war letztes Jahr nicht dabei gewesen und damit auch im Vorlauf nicht das Koelner Schokoladenmuseum kennengelernt, also war ein Besuch dort Pflicht. Entsprechend frueh fuhren wir am Freitag morgen los - nachdem unsere Gemuesekiste geliefert war, stand der Abfahrt nichts mehr im Wege. Zweieinhalb Stunden Fahrt, kurzer Abstecher zum Tanken, die Wegelagerer mit ihren Bezahl-Toiletten befriedigen, fuer den dazugehoerigen Coupon ein paar Gummibaerchen erstehen und sich dann - dank Google-maps - verfahren... Passiert mir selten, aber irgendwie hat sich bei den googles der Fuehlinger See in ein Freibad Fuehlinger See verwandelt (wenn ich den jetzt suche, gibts das gar nicht mehr) und wir wurden irgendwo ganz andershin geschickt (Bismarckstrasse) Netterweise konnten wir aus der Not eine Tugend machen und fanden ein nettes kleines Pizza-Restaurant (PizzaPazza), die nicht nur leckere Pizzabroetchen hatten (hiessen Panini, hatten aber mit amerikanischen Panini nichts zu tun) sondern auch meinem Aeltesten gemaess schweinfrei kochen.

Also. Frisch gestaerkt machten wir uns auf zum richtigen Fuehlinger See - wir hatten ca. 20 Minuten Fahrtzeit dazuaddiert, aber kammen dann tatsaechlich kurz nach 14:00 am See an. Die kids blieben im Auto, waehrend ich die Unterlagen holte, Helm und Rad beklebte,  und dieselben eincheckte.

Dann liessen wir das Auto wie es war, nahmen einen Zug in die Innenstadt zu unserem Hostel, checkten auch hier ein und liefen dann zum Schokoladenmuseum. Und natuerlich war die Do-It-Yourself Schokolade ein Hit.

Nur auf meinen Hinweis, man koenne doch vielleicht diese leckeren, in fluessige Schokolade getauchten Waffeln auch beim Rennen austeilen, gingen die freundlichen Damen im Museum nicht ein. Vielleicht besser so...

Wir trafen uns mit Martin, der mit dem Zug nach der Arbeit angereist war, gingen nett italienisch essen (das Restaurant hatten wir im letzten Jahr gefunden) und nach ein paar Runden Canasta ging's ins Bett.

Den Jungs hatten wir erlaubt, fuer den kurzen Triathlon auszuschlafen. Wir hingegen machten uns gegen 7:30 auf den Weg. Um 10:00 war Start und ich musste natuerlich noch die Wechselzone aufsetzen. Waehrend ich das tat, schaute Martin, dass er seinen Helfer-Job organisiert bekaeme, was aber wohl nicht ganz einfach war ("Schauen Sie morgen einfach in der Wechselzone vorbei")

Ich war bereit zum Start. Und los ging's 700m Schwimmen, 26km Radeln und 7.8km Laufen war angesagt. Schwimmen im Fuehlinger See ist super - klares Wasser (nachher auch keine schniffelige Nase), Linien ca 90cm unter der Oberflaeche weisen den Weg. Verschwimmen geht kaum. Fast zu schnell war der Schwimmteil zuende - ich brauchte ca. 15 Minuten dazu. Dann ab aufs Rad. Immer wenn ich auf den Tacho schaute, waren es zwischen 32 un 25 km/h, aber es gab ein paar langsame Wendepunkte. Ausserdem einen ganz engen direkt nach einem kurzen Bergaufstueck, der zweimal durchfahren wurde, wo einige meiner Vorderleute irgendiwie nicht die Kurve kriegten und wir alle in Gefahr waren, Domino-maessig zu kippen. Ich klickte aus, rief eine kurze Warnung nach hinten, und ausser den zweien kam niemand zu Schaden. Auf Nachfrage bekam ich auch raus, dass eine der beiden auch voellig in Ordnung war, Der/die andere wohl auch, denn alle fuhren weiter.

Weiter ging es. Halbzeit war ganz nahe bei der Wechselzone - es sah schon so aus, als solle man nach der halben Strecke ins Ziel, da kam dann der WP.

Und nachmal dasselbe. Inzwischen klebte ich ganz ordentlich, weil mir  beim  Auf-Die-Flasche-Druecken beim Trinken der Deckel abgesprungen war und ich mit meiner Hammer-Latte-Mischung abgespritzt wurde. Auch die Sonnenbrille hatte es erwischt, aber ich konnte noch genug sehen.

Dann auf den Laufteil. Ich hatte irgendiw 5km im Kopf - einfach weil bei diesem Doppelrennen immer der Fokus auf den laengeren - den Sonntagsteil - liegt.

Dann wurden es 6, 7, und fast 8km. Ich war aber gut im Schritt und lief froehlich vor mich hin - einmal um den Fuehlinger See herum

Und Finish. Geschafft fuer diesen Tag. EIne Medallie mit Blumenkranz um den Hals. Ein Handtuch und ein Shirt gegriffen. Es war dann ganz schwierig, Martin und die anderen zu finden - ein Vereinskamerad, Peter, war auch noch da mit seinem persoenlichen Cheerteam - seiner Frau Anja und einem Freund Jens, der spaeter am Tag noch die olympische Distanz machte. Nachdem ich sie gefunden hatte, hiess es erstmal Essen fassen (Wow, der Mohnkuchen war gut!) und Jens war dran. Wir feuerten ihn nich an, bis er auf dem Rad war; dann  machten wir uns, wie versprochen auf, um uns mit dne Jungs zu treffen. 

Zurueck im Hostel, gingen wir einen kleinen Stadtbummel machen, fanden ein Cafe (Martin bekam ein spaetes Mittagessen, wir andern Kuchen), und ein wenig spaeter am fruehen Abend trafen wir uns wieder mit den anderen zu einem gemuetlichen Abendessen im Gaffel am Dom, wo wir einen Einblick in die Koelsche Restaurant-Kultur bekamen - manche Sitten wie der automatische Koelsch-Refill scheinen dort anders zu sein. Jens hatte seinen Triathlon - den ersten ueber diese Distanz - uebrigens mit einer Super-Zeit von unter 2:30h beendet - trotz Crash. Hut ab!

Am naechsten Morgen war mein Start um 12:40, aber Martin musste schon frueher ran, um sich in der Wechselzone zu melden. Waehrend er das tat, sortierte ich meine Beutel, gab einen ab, sah Peter, anja, und Jens, kurz auch noch Martin und die Jungs, irgendwann holte ich mir noch ein Broetchen, und irgendwann ging's dann tatsaechlich los. Mit Feuerwerk. Bei Jens' Start war das auch schon, nur bei unserem hatte es wohl - warum auch immer - nicht geklappt. Lustig: Feuerwerk am hellen Himmel. Aber schoen.

Und wieder ein ereignisloser Schwimmteil - immer der Leine nach. Vom Start aus konnte man die Boje nicht sehen, aber man musste ja nur gerade schwimmen. Umgedreht, und zurueck zum Ausstieg. Den Teil finde ich immer ein wenig schwieriger, und so hielt ich mich an der mittleren Bojen-Trennkette und zaehlte die Faehnchen ueber mir.  Raus aus dem Wasser - meins war das letzte oder vorletzte Rad inm "extreme"-Staender, aber dafuer findet man es auch. Der Radkurs hat eine Handvoll Wenden, ist aber ansonsten eben und halbwegs gerade. Nur gab es mal wieder Wind. Und zwar immer aus Koeln raus Gegenwind. Schoen, dachte ich, dann ist es vielleicht Rueckenwind auf dem Weg in die Stadt. Der Kurs geht in die Stadt, raus aus der Stadt - eine Schleife fahren, wieder in die Stadt, wieder raus, aber diesmal nur ein 10km-Stueck. Ein bisschen Aufpassen ist also angesagt. Ausserdem baut Koeln - wie Karlsruhe ja auch, eine U-Bahn - schon seit vielen Jahren. Irgendwo auf dem Radkurs gab es also Metallplatten auf der Strasse - mit hohen, harten Kanten - die Organisatoren hatten diese aber mit Teppich abgedeckt und es war, glaube ich, keine Gefahr fuer die Reifen, zumindest, wenn man rechtzeitig das Hinterteil vom Sattel bekam.

Ich brauchte ca 10min laenger als letztes Jahr, was ich dem Wind und dem erst 2 Wochen zurueckliegenden Ironman Kalmar zuschrieb. Ich bin aber trotzdem zufrieden, weil es nicht wesentlich schneller gegangen waere. Einmal verfuehr ich mich fast - die beiden Helfer waren irgendwie anderweitig beschaeftigt und trotz zweimaligem vorherigem Passierens der Stelle, wollte ich dann doch  anders abbiegen. Nach Zurufen drehte ich um, fuhr diesmal richtig und weiter ging's. Peter sah ich, kurz bevor ich in die Wechselzone kam, auf dem Laufkurs.

Martin und die Jungs hatten uebrigens Wasserflaschen und andere Dinge ausgeteilt, die Wechselzone vom Vortag mit auseinandergebaut usw. Laut ihrem Bericht sind wohl ganz viele Leute ganz schnell unterwegs, wenn sie essen wollen - und die Uebergabezeiten kann man dann als gute Physikerin berechnen - die sind richtig kurz, selbst wenn sie als Helfer mitgerannt sind. Gluecklicherweise wurde aberniemand angefahren und ausser ein paar zermatschten Bananen und Riegeln kamen alle heil nach Hause

Dann zurueck zur Wechselzone. Socken anziehen, Schuhe, Helm ab, Muetze auf - das Uebliche. Und los ging's. Es gab eine Verbindung von der WZ direkt zum Ziel, und fast waere ich dort abgebogen - dank einer Helferin wurde diese illegitime Abkuerzung aber nicht eingeschlagen. Den Kurs hatten sie leicht geaendert - jetzt geht er entlang einer grossen Rheinwiese, wo recht viel Betrieb ist. Dafuer wurde spaeter an der anderen Rheinseite ein Stueck der Strecke, das eher etwas ruhiger ise, weggeschnitten. Nur die Iron-Distance-Leute muessen da noch laufen. Eine Runde - Cola an jeder Station und sonst nichts. Diesmal war sie nicht so schoen ausgeschuettelt wie am Vortag, aber mein Magen machte keinen Aerger. Insgesamt fiel mir das laufen erstaunlich leicht. Kurz vorm Ende meiner ersten Runde, holte Peter mich ein, und lief ins Ziel. Ich lief auf die zweite Runde, genoss es, andere mit anzufeuern. fluchte leise - wie jeder andere - ueber die Wendeltreppe, die beim zweiten Mal noch hoeher erschien, aber die man trotzdem gut hochkommt, weil danach nur noch eine kurze Strecke zum Ziel uebrigbleibt.

Und ins Ziel. Yeah! 10 Minuten laenger als letztes Jahr, aber der Lauf war diesmal total einfach (und eigentlich bin ich ja erstmal keine Laeuferin). Ein schoenes Rennen.