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Ironman Kalmar Erster Teil - Schwimmen

Martin und ich fuhren gegen 4:30 morgens los - nach Verspeisen diverser Erdnussbutterbroetchen und dem Befuellen der letzten Wasserflaschen fuers Rad. Kurz drehten wir nochmal um, weil ich dachte, meine Mitnehm-Broetchen vergessen zu haben. Aber dann ging's ab ueber die Oeland-Bruecke, ab nach Kalmar, Parken und Wechselzone einrichten. Wie immer, hatte ich danach ordentlich Zeit zum Warten. Startvorbereitungen aller zu beobachten. Gel und Wasser zu vernichten. Dann durften wir ins Wasser und uns geschwindigkeitsmaessig sortieren. Und ab ging's.

So ein Hauen und Stechen hatte ich ja lange schon nicht mehr. Bisher war das tret-intensivste event, an dem ich teilgenommen hatte, Ironman Coeur d'Alene, aber die Sportler in Kalmar konnten noch besseren Gebrauch ihrer Arme und Beine machen. Es hilft nicht, dass viele Brustschwimmer unterwegs waren - auch nicht, dass man an manchen Stellen stehen konnte,  und auch nicht , dass ganz viele Athleten an jeder einzelnen Boje den Schwimmstil wechselten und entsprechend alles sich in halb-hochkant draengelte. Das hielt mich aber alles nicht ab, den Kurs zu geniessen - weil der wirklich interessant war. Der Schwimmteil besteht aus zwei Runden plus Zieleinlauf (letzterer ca 500m, oder so, unter einer Bruecke durch)  Zwei Tage vorm Rennen hatte ich ja schon festgestellt, dass in diesem Gewaesser Quallen unterwegs sind - diesmal waren es weniger. 2000 Sportler waren denen wohl zuviel. Weit draussen, bei der entferntesten Boje war es ganz schoen wellig. Meinen Salzbedarf fuer das Rennen habe ich spaetestens im Schwimmteil gedeckt - hin und wieder - und das kann man nicht verhindern - schwappt einem bei Wellengang immer etwas der schwimmbaren Fluessigkeit in den Mund, Das war aber nicht viel und meine erste Runde verlief ausser den Bojen-Draengeleien, ohne besondere Vorkommnisse. Auch in der zweiten Runde warf der Wind noch 30-50cm hohe Wellen auf, aber nichts, was man nicht in den Griff kriegen koennte. Die einzige Schwierigkeit war die Navigation am Ende der Runde, wo man eine engere Hafendurchfahrt "treffen" musste, dort aber keine Extra-Boje zu sehen war.

Danach durften wir in den Zieleinlauf. Um's Eck an einer Bojenkette entlang - man kam jetzt in dunkle Gefielde - woertlich. Ploetzlich konnte ich vor Wassertruebung nicht die Hand vor Augen sehen. Ich konnte eigentlich unterwasser gar nichts sehen und die Orientierung fand nur ueberwasser statt. Wie auf den beiden Runden gabe es hier auch Wasserpflanzen, die man zufaellig im Schwimmzug pflueckte. Dann wurde es noch dunkler, weil wir unter einer Bruecke durchschwommen. Gestoert hat mich das nicht, neu war es aber schon. Dann, endlich, kam der Ausstieg in Sicht. Froehlich taperte ich den schraegen beteppichten Steg hinauf um mich aufs Rad zu schwingen. Keine Helfer zum Neo-Ausziehen oder zum Umziehen, trotzdem ging der Wechsel recht flott. Und los. Aufs Rad.