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Chi-Running Workshop - oder...

Chi Running lernen

...wie wir lernten, aufrecht zu gehen.

Wir haben ja jetzt gerade unsere Frauenbewegung - oder Frauen in Bewegung ins Leben gerufen (offiziell: F.I.T. fuer Frauen im Triathlon), und da der Bedarf an Uebungszeit fuer Anfaengerinnen und Wieder-Anfaengerinnen gross war, machten wir uns Gedanken, wie wir die Walking-Uebungsstunden am besten angehen wuerden. Spontan kam mir mein Chi-Running/Chi-Walking-Buecherset ins Gedaechtnis - ein Konzept des Gehens und des Laufens, das Elemente aus dem Tai-Chi in die Laufbewegung integriert. Sprich - alle Bewegungen fangen im Koerperzentrum an.

Passenderweise liefen hier gerade zwei workshops, einer in Wiesloch beim Marathon-Shop und einer in Heidelberg in einem Musik-und Kunststudio in der Innenstadt. Anja und ich, also zwei der drei Muetter von F.I.T. gingen heute hin, um die Theorie auch praktisch zu erleben. Unser Trainer, Purna-Samarpan von http://www.leichtlaufen.de/ ging gleich zur Sache - als erstes lernten wir, wie es sich anfuehlt, wenn man 'normal' geht - im Gegensatz zum Gehen nach Ausrichtung des Koerpers. Das heisst erstmal, den Koerper so gross wie moeglich machen (irgendwie wie das Strecken und lang Machen beim Total Immersion Schwimmen). Alleine diese einfache Massnahme, sich selbst lang und gerade Aufstellen macht schon einen Unterschied - Gehen fuehlt sich ploetzlich viel leichter an. Im Marathonshop konnten wir das beim Gehen auf der Verkaufsflaeche austesten, heute hatten wir das ganze Studio. Dann kamen die naechsten Schritte, wie man das Becken ausrichtet - was mir selbst unheimlich schwer faellt zu halten, wie man Fuesse und Knie haelt, welche Koerperneigung man hat - das klingt jetzt hier im Blog super-kompliziert, in real ist es aber tatsaechlich machbar. Als Test haengte sich Anja an meine Schultern und man merkte, dass richtig positionierte Beine und Wirbelsaeule ihren Druck direkt Richtung Boden weiterleiteten. In der Gegenprobe - "normal Stehen und Anja oim Ruecken" knickte Becken und Wirbelsaeule ins Hohlkreuz - was sicher nicht gesund sein kann. Das Ausrichten macht fuer mich biomechanisch auch Sinn - die Wirbelsaeule hat ja eine Doppel-S-form und durch's Recken und Becken-Kippen ist der unterste Teil auch in der Lage, die eigentliche Feder-und Stabilisationsrolle zu uebernehmen. Ungefaehr so weit ging der Schnupperkurs gestern, heute ging's aber weiter.

So ging es dann weiter, wir uebten noch die Armbewegung, Hueftrotation, hatten ein paar Uebungen, um das Gefuehl fuer die richtige Haltung zu bekommen, und irgendwann waren wir voll Informationen, dass erstmal Mittagessen angesagt war. Ich glaube, jeder von uns fuenf Teilnehmern heute testete in der Mittagspause das Gelernte.

Danach gab es ein wenig Aufwaermen der Glieder, und ab nach draussen ging es. Anja fokussierte aufs Walking, ich auf das Laufen, so dass wir maximale Informationen aus dem Lehrgang schoepfen konnten. Also, wieder verschiedene Uebungen, verschiedene Geschwindigkeiten, verschiedene Fokusse beim Laufen (und Gehen) und dann wurden wir gefilmt...Und das alles bei Schneefall... Und Kaelte. Ich war froh ueber meine windfeste Laufhose und meine fuenf Lagen Oberbekleidung (BH,T-shirt,duennes Hoodie, Fleece-Pullover,Wind-Laufjacke)

Dann durften wir wieder ins Warme, dehnten noch ein wenig und schauten uns unsere Videos samt Schwachstellen an. Ich weiss jetzt, dass ich an meiner Hueftstellung arbeiten muss (habe ich aber auch tatsaechlich schon gemerkt - schoen, dass das Video das bestaetigt). Anjas Walking-Form war klasse und sie sagte auch, dass sie den Unterschied merkt.

Am Schluss stellte Purna-Samarpan uns auch noch sein zweites Bein im Geschaeftsleben vor - aetherische Oele, die er vertreibt - und wir durften uns mit Zitronen- und Pfefferminz-Duft erfrischen.

Und dann ging's wieder heim - ein sehr gelungener Workshop.