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Ironman Regensburg IV - der Marathon

IM Regensburg, Rennbericht - Laufen

´╗┐Vier Runden durch die Stadt und einen anliegenden Park an der Donau. Vier 10-km-Laeufe oder acht 5-km-Laeufe - muss doch machbar sein. Vielleicht - und das war je mein zwites Ziel - auch mit mehr als nur ein paar hundert Metern Laufen oder mit weniger als 40km Gehen. Ok, ich walke schneller als so mancher laeuft, das habe ich schon in Madison rausgefunden, aber trotzdem wollte ich den Laufanteil endlich mal vergroessern. Aber erstmal musste ich meine Fuesse entkrampfen - rechts war mein Vorderfuss vom langen Radeln und Zehen-Stillhalten total verkrampft. Mit aktivem Zehenwackeln, Einrollen usw. habe ich es dann aber noch auf der Radstrecke in den Griff bekommen. Also, Absteigen, Reinlaufen, ins Zelt um Schuhe und Kopfbedeckung auszutauschen und los. Erst mal ein paar Schritte aus der Wechselzone herausgegangen aber dann lief ich. Ueber die erste Bruecke und in die Innenstadt, wo eine Menge Zuschauer anfeuerten. Martin und spaeter Peter und Anja vom RSC Kirrlach waren da und feuerten mit an. Die Jungs habe ich natuerlich vermisst, die high-five mit weiterlaufen-Aktionen, aber es gibt ja immer noch Antwerpen und Koeln.
Und ich sammelte so langsam die bunten Rundenbaendchen ein, immer kurz nach dem Teil durch die Stadt und bevor es in den Park hinausging. Pink, dann gruen, gelb und weiss. Das hiess dann aber auch, dass Zuschauer immer wussten, wo ich war, ob in der ersten oder letzten Runde. Irgendwann gab es lautes Gejubele - Tooor - gegen Daenemark. Martin wartete spaeter immer an einer Bruecke, wo ich pro Runde zweimal durchkam. Es daemmerte, wurde langsam dunkel, lauter Insekten flogen durch die Gegend. Die Helfer hatten glowsticks auf dem Weg verteilt und nachdem ich die Sonnenbrille irgendwann abnahm sah ich auch wieder etwas vom Weg. Genial waren die Salzpaeckchen, die von den Helfern angeboten wurden. Irgendwann wurde mir wieder so schlecht im Magen, dass das Laufen schwerfiel. Ingwer half nicht, trotz vorherigem Testen in Racine. Erdnuesse (gesalzen) halfen nicht, obwohl die mit in Cozumel gerettet hatten. Eigentlich half gar nichts und ich ging eine Weile, fragte mich aber immer wieder selbst ob es denn einen triftigen Grund fuer's Nichtlaufen gaebe. Wann auch immer die Antwort 'nein' hiess, lief ich wieder ein Stueck. Auf die Weise bin ich, glaube ich, mehr gelaufen, als in irgendeinem anderen Ironman bisher.
Dummerweise meinte eines der Insekten rgendwann, vor meinem Mund sei ein guter Platz und liess sich von mir einatmen. Ich hatte einen so starken Hustenreiz auf schon flauen Magen, dass ich mich fast uebergeben musste. Ein Zweitinsekt mit aehnlichem Ziel konnte ich aber noch vorher abwehren. Aber dieser Hustenanfall brachte mich wirklich nicht weiter. Aber, da das schon am Ende der vierten Runde war, kam ich dann bald ins Ziel. Aber was war das? Wenig Licht im Zieleinlauf - jedenfalls vor dem grossen Zielbogen? Keiner, der rieg 'Du bist ein Ironman', wie Mike Reilly das immer so schoen das Publikum begeisternd ausruft (dass der Mann nicht mal heiser wird...) Und zu allem Ueberfluss das zweite Tor ('Tooooor!!!') gegen die Daenen. Mein Zieleinlauf war eher antiklimaktisch, aber ich habe es geschafft, habe mein erstes Ziel (unter 15h) nicht, aber das zweite Ziel (mehr laufen) doch geschafft und war sehr zufrieden. Und jetzt ein Weizen und Wuerstchen und Broetchen und mein Magen war ploetzlich wieder ganz heile. Mein T-shirt holte ich noch ab (eigentlich ein Polo-finisher Hemd) in Gruen.
Und dann war's genug fuer diesen Tag, wir holten mein Rad und die Beutel ab und gingen die zwei Kilometer zurueck zur Ferienwohnung.