You are here: Home / Blog / 2012 / Cologne Triathlon Weekend II

Cologne Triathlon Weekend II

Koeln triathlon Rennbericht

 

So, hier kommt die zweite Haelfte. Die halb-iron-Distanz. Flacher Kurs, perfektes Wetter, bessere Strassenqualitaet als man nach den Ankuendigungen der Organisatoren erwarten koennte, Temperaturen um 22 Grad, Sonne, ein See, wo unter der Oberflaeche Leinen zum Orientieren (nein, eigentlich fuer Bojen fuer Regatta-fahrende Boote) gespannt sind, keine mueden Beine vom Vortag, alles eigentlich perfekt. Dass ich mich noch nicht an die Mittagsstartzeiten gewoehnt habe, die man hier so gerne hat, wird sich irgendwann aendern.  Also wachten wir frueh auf, fuhren vom 'station' zum Fuehlinger See, ich schob mein Rad von der 'smart' Wechselzone in die 'half' Wechselzone und stellte sicher, dass die Kampfrichter Bescheid wussten. Dann setzte ich mein Areal auf, und da ich nahe am Rad-Ausgang war, liess ich meine Schuhe, wie zuvor bei der 'smart'-Distanz beim Rad stehen. Dann borgte ich mir noch eine Pumpe aus, blies die Reifen auf passenden Druck, schnappte den Neo, Badekappe und Brille und wartete auf den Start. Phaenomenal wie letztes Jahr, nur leider kein Feuerwerk fuer und Normalsterbliche. Letztes Jahr hatten wir das. Meine Welle war die letzte, zusammen mit allen anderen 'extreme'-Startern. Um 12:40 ging es lon, ab in den See, und zwischen Spur 3 und 4 einsortiert. Immer noch zentral in der Waschmaschine, aber nicht im Schleudergang.
Der Schwimmteil ging richtig schoen locker, vorwaerts, nicht zu viele Tritte - nur musste ich, wie am Vortag, so manchen Brustschwimmer vermeiden. Die haben echt einen kraeftigen Tritt und wenn man da mit dem Gesicht in die Quere kommt, tut's weh. Irgendwann...endlich...kamen die beiden Wendebojen und ab zum Schwimmausstieg. Freundliche Helfer passten auf, dass man nicht auf irgendwelchen glitschigen Steinen ausrutschte. Meinen Neo zog ich mir schon halb ab beim Laufen - und wieder kaempfte ich mit den Neo-Beinen - die hatten sich am Vortag am Chip verfangen, diesmal aber war es einfach so eng. Vielleicht schneide ich doch noch mal ein wenig ab... Dann zog ich den Helm, die Sonnenbrille, die Startnummer an und ab ging's. Die freundliche CTW-Kampfrichterin, die sich um mein Rad beim Transfer zwischen 'smart' und 'half' gekuemmert hatte stand ganz in der Naehe und wuenschte eine gute Fahrt.
Der Kurs ist flach - Fluch und Segen. Man muss keine Huegel erklimmen, muss aber kontinuierlich durchtreten, um seine Geschwindigkeit zu halten. Am Ende lag ich knapp unter 30km/h, fuer meine Verhaeltnisse nicht ganz schlecht. Ich versuchte, mir noch ein wenig fuer den Lauf aufzuheben, weil ich ja schliesslich nicht gehen, sondern laufen wollte. In die Stadt, vorbei an jubelnden Mengen, hinaus auf eine grosse Schleife, zurueck in die Stadt, und noch eine kleine Wendepunktsstrecke, die aber nicht allzu eng war, und dann hatte ich die 90km absolviert. Man fuhr gerne in Grueppchen aber ich hoerte ein paar Trillerpfeifen der Kampfrichter. Natuerlich koennen diese nicht alles 'Lutschen' unterbinden, aber es waren etliche auf dem Kurs.
Anschliessend parkte ich das BeeBike und lief aus der WZ hinaus - nicht ohne meinen Dixi-Stop. Diesmal lief ich komplett durch, nur die Bruecke mit der Wendeltreppe ging ich hoch und zum Luftholen noch ein paar Meter auf die Bruecke. Auch auf der 2. Bruecke gab es eine 50m oder so Gehpause. Ansonsten lief ich.
Zwei Runden und es wurde ein wenig einsam auf dem Laufkurs - jedenfalls sobald man sich von den verschiedenen Bruecken entfernt hatte. Aber es waren noch Eisenmaenner unterwegs und noch etliche Halb-Eisenmaenner. Man laechslte sich zu, munterte einander auf. Nach der zweiten dieser Runden am Rhein entlang gelangte ich ins Ziel - und habe endlich die 6:30 auf korrekter Distanz gaknackt (hatte schon in Racine 6:09, aber da war der Schwimmteil zu kurz)
Und das Beste: Beim Half-Extreme waren nur drei Damen unterwegs - also bekam ich eine Urkunde, eine Wasserflasche und eine Lauf-Muetze als Dritten Preis der Frauen  :)
Das Buffet im Athletengarten war wieder hervorragend und ich genoss mein Erdinger Weissbier sans alk
Schoenes Rennen, hervorragend organisiert und trotz der Unkenrufe hiesiger Challenge-fans absolut empfehlenswert (das sagt nichts gegen Challenge aber pro CTW - Rennen 'leben' doch irgendwie von der Vielfalt).
Ein paar wenige Kritikpunkte sind Engstellen bei der grossen Schleife auf dem Rad, die etwas enge (aber nicht zu schlimm) Wendestelle beim 'smart' und der Plastikgeschmack des ausgegebenen Wassers.Die Restkohlensaeure in der Cola war noch gerade so ok fuer mich, vielleicht haben andere Athleten aber mehr Schwierigkeiten damit. 
Ansonsten hat es super-freundliche Helfer, In der Stadt auch jede Menge Anfeuerer, inclusive ein paar echte Cheerleader-Maedels, die auch an diesem Tag ihre Workouts absolvieren, und inclusive guter Ansagen im Zielbereich. Ich finde bei diesem Rennen auch die Idee des 'empowerments + inspiration' wieder - es ist wichtig, dass man antritt und ueber den Schatten springt. Es wurde betont, dass jemand mit stolzen 72 Jahren teilnimmt. Auch der letzte kriegt noch seine enthusiastische Zielansage mit (und ich hoffe - und vermute, dass das bei den Iron-distance-finishern genauso ist). 
Fuer mich: ein Rennen zum Wiederholen :)