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Berlin Marathon

Berlin Marathon Rennbericht

 

Heute frueh um 0:05 kamen wir von Berlin zurueck. Martin und ich sind dort den Marathon mitgelaufen, unf zumindest fuer mich waren es eigntlich ideale Bedingungen fuer das Rennen. Aber von Anfang an: Martin hat sich Freitag frei genommen, so dass wir direkt nach der Schule der Jungs losfahren konnten. Natuerlich gab's noch ein spaetes Mittagessen und einen Mitnehm-Kaffee aber dann ging es los. Die 6 Stunden und ein Bisschen waren natuerlich laenger bei freitaeglichem Verkehr und mehrere Baustellen waren auch nicht hilfreich aber irgendwann kamen wir bei unserer angemieteten Ferienwohnung an. Die Eigentuemerin uebergab uns zwei Saetze Schluessel - insgesamt waren wir positiv ueberrascht von der schoenen, kleinen, sauberen Wohnung, wo sogar noch Essig und Oel auf dem Kuechentisch warteten. Fruehstueck fuer Samstag hatten wir uns mitgenommen und nach dem Ausschlafen und nach dem Fruehstuecken fuhren wir zur Rennausstellung. Die Berliner Verkehrsbetriebe bieten 5-Personen-Tickets an, und davon machten wir Gebrauch um zum ausgemusterten Flughafen zu fahren. Am Bundestag vorbei ging's aber dann unterirdisch weiter - man hat nicht viel sehen koennen. Die Rennausstellung ist mit Chicago's vergleichbar, nur leider ein bisschen enger. Aber wir hatten ja Zeit um alles anzuschauen, uns bekannte Sport-Drinks zu probieren, mir ein Pace-Band (nein zwei - ein optimistisches und ein pessimistisches) machen zu lassen und natuerlich die Startnummern abzuholen. Die Dreingabe enthielt Nudeln, Iso-Pulver, INformationen ohne Ende (andere Rennen und so), ein patch Compeed und noch einiges mehr - zumindest nachdem wir wieder auf dem Rueckweg waren. Ich kann jetzt nicht genau unterscheiden., was ich auf der Ausstellung eingesammelt hatte und was schon im Pack war. Ein T-shirt war nicht im Preis des Marathons enthalten - die konnte man in 'vergoldeter' Version kaufen, was wir aber nicht taten. Ein Shirt von einem Drittanbieter goennte ich mir aber dann doch noch. Den Rest des Tages spielten wir mit den Jungs zwei Runden Canasta, bummelten wir durch Berlin, assen Suppe zu Mittag, italienisch zu Abend - und endlich waren wir in einer Stadt, wo eigentlich allen bekannt war dass ein Sportevent stattfinden sollte. Der Italiener (Innenstadt) war natuerlich auch von Marathonis geflutet.
Relativ frueh gingen wir schlafen, um um 6 Uhr aufzustehen, und rennfertig zu machen. Die Wettervorhersage sagte etwas von naechtlichen 8-9 Grad, und wir nahmen Kleidung fuer vor und nach dem Rennen mit. Es war ein ziemliches Gedraenge in der abgesteckten Zone - Viele Athleten, die alle woanders hin mussten. Unsere Jungs waren in der Wohnung geblieben und wollten an die Siegesseule zum Anfeuern kommen. Nach dem gear check draengte ich mich in Richtung Start - in die freie Start-Zone (langsamste Geschwindigkeit) - wir wurden dann beim Starten nachher auch als Genusslaeufer nominiert, also die, die nur fuer den Spass aber nicht fuer die Zeit rennen.
Dann ging's los, die Elite-Laeufer durften los. Den Handbike- und den Rolli-Start habe ich leider nicht mitbekommen, aber wir hatten etliche Fahrer auf unserem Weg zum Start gesehen, wo sie gerade ihre Boliden zusammenbauten und rennfertig machten.
Dann starteten die schnelleren Athleten, dann die mittelschnellen (z.B. Martin, der sich ein Ziel von 3:40 gesetzt hatte) und dann - endlich durften wir auch. Die Veranstalter hatten uns mittels Buehnen mit Musik und Fitness-Lehrern, die uns alle animierten, dynamisch zu stretchen, warm gehalten.
Los ging's und ersmal ging wieder nix. Aber als Chip-Rennen macht das ja erstmal nichts - wir warteten einfach, aber irgendwann durften wir auch ueber die Startlinie und das Rennen fing an. Einige der ersten km-Marker uebersah ich bei so vielen Laeufern, aber ich konnte mich halbwegs an meinen Plan - 50s walken jeden km - halten. Manche verpasste ich, aber das war trotztem in Ordnung. An jeder Wasserstation nahm ich mir etwas Wasser - spaeter war es dann sogar warm genug, um mir dieses ueber die Handgelenke zu kippen, aber nicht warm genug fuer einmal ueber den Koerper.
Die Jungs jubelten mir an der Siegessaeule zu aber es war so viel Betrieb, dass sie mich ansonsten auf dem Kurs oder im Ziel verpassten.
Der Kurs ist eine Sight-seeing-Tour durch die gesamte Berliner Innenstadt. Am Bundestag vorbei, am Kanzleramt, aber auch an historischen Staetten wie dem Schoeneberger Rathaus usw. Richtig super. Und waehrend auf den ersten km die Zuschauer noch etwas zurueckhaltender waren, war die Stimmung entlang des Kurses insgesamt super. Etliche Bands sorgten fuer meist peppige und oft schrittrhythmische Musik, Jede Menge kids wollten ihre Haende abgeklatscht haben. Wasserstationen gab es reichlich, und sie hatten Wasser, Tee, Iso und Obst. Manchmal auch Power-Gel. Ich kam in Sichtweite der 4:30 Pace-Gruppe, aber nur um diese wieder im Rahmen einer Pieselpause zu verlieren. Die erste Haelfte des Kurses lief ich ganz gleichmaessig mit meinen Paeuschen durch. Die Gehpausen wurden ein wenig haeufiger in der zweiten Haelfte, aber meine Basisgeschindigkeit war immer gleichmaessig. Die Methode Galloway hat was - ich habe wirklich bis zum Ende auf Wunschgeschwindigkeit laufen koennen.
Meine Ziel-Zeit war ein PR (4:56 oder schneller) oder, optimistisch gerechnet, unter 4:40. Durch den Halbmarathon kam ich in einer 2:15-Zeit, also war ich gut im Rennen. Die zweite Haelfte brauchte ich ein wenig laenger, aber irgendwann, kam ich durch die jubelnden Massen mit einer Zielzeit von 4:39:?? ins Ziel. Yeah!
Wir hatten einen Treffpunkt ausgemacht am Haus der Kulturen der Welt (die schwangere Auster, glaube ich) und waehrend Martin dort auch wartete als ich nach Essens- und Kleider-Abholung dort ankam, (Auch er ist einen PR gelaufen von unter 3:40)  waren die Jungs nirgends zu sehen. Weil ihc Endomondo mitlaufen liess im Rennen hatte mein Handy auch keinen Saft mehr, aber Martin versuchte, die Bande anzurufen. Leider ging keiner ans Telefon und so ging ich erst mal los zur Wohnung um schonmal zu duschen und Tee fuer alle zu machen und Martin wartete noch weiter. Irgendwann kamen sie auch - sie hatten uns geschwindigkeitstechnisch unterschaetzt. Dann packten wir die Reste, die ich in der Zeit noch nicht gepackt hatte und fuhren wieder heim